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Pflastern - keine Kunst ?
Manche Leute sind offensichtlich der Meinung, dass der Beruf des Pflasterers etwas für Hilfskräfte oder angelernte Arbeiter sei. Es scheint jedoch in Vergessenheit geraten zu sein, dass der Pflasterer bzw. Steinsetzer der Vorläufer des heutigen Straßenbauers ist.
Zum Aufgabenbereich des Straßenbauer-Handwerk gehören nicht nur das Herstellen von Asphaltdecken einschließlich der erforderlichen Tragschichten oder die Herstellung von Geh- und Radwegen inklusive der Bordsteinführung. Heutzutage ist besonders die künstlerische Darstellung von Eingangsbereichen, das Anlegen von Terrassen und Zufahrten einschließlich ihrer Entwässerung gefragt.
Des weiteren zählen das Verlegen von Regen- und Schmutzwasserleitungen sowie der Einbau von Schächten zu seinem Aufgabengebiet. Ein Kunde kann heute aus ca. über 1.000 verschiedenen Garten oder Terrassen- platten und ca. über 800 verschiedenen Pflastersteinen aus Beton, Klinker oder Naturstein wählen.
So nicht: Heute kann nicht immer von "Kunst" gesprochen werden!
Reine Muskelkraft
Die Geschichte des Pflasterers begann vor etwa 4000 Jahre v. Chr.. Geologen bestätigen: Ägypter bauten die erste Pflasterstraße der Welt. Die rund 2300 Jahre alte „Via Appia“ ist ein überzeugender Beweis für die Kunst der Römer, dauerhafte und gute Pflasterungen anzulegen. Damals noch mit reiner Muskelkraft.
Ausführung um 1905: Hergestellt mit engen Fugen für Fuhrwerke von Pflasterern, die Ihrem Namen alle Ehre machten. Ab etwa 1960 begann man damit, die meisten Pflasterflächen mit einer Asphaltdecke zu überziehen. An vielen Stellen kommen die alten Pflaster wieder ans Tageslicht.
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